Tenerismo
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DE
Natur

Barranco del Infierno

Spektakulärste Wanderung Südteneriffas. 7 Mio. Jahre alter Canyon mit 200m Wasserfall. Naturschutzgebiet, Guanchen-Höhlen. 15 Min von Costa Adeje. BUCHUNG PFLICHT (max 300/Tag). Ab ~8-11 €.

Der Barranco del Infierno ist ein geschütztes Naturgebiet von 1.843 Hektar in der Gemeinde Adeje - und wahrscheinlich die beste Wanderung, die Sie machen können, wenn Sie im Süden Teneriffas wohnen. Der Name ('Höllenschlucht') kommt von seinem schroffen Charakter - die Guanchen nannten ihn ebenfalls so, und der Legende nach befand sich hier Nautemio, ein Eingang zur Hölle. Der Wanderweg ist linear: 6,5 km hin und zurück, ca. 3-3,5 Stunden. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat - kein Bergsteigen und keine spezielle Ausrüstung nötig, aber geeignetes Schuhwerk (wird am Eingang kontrolliert, mit Flip-Flops kommt man nicht durch). Am Start bekommt man einen Pflichthelm kostenlos. Die Route beginnt auf 350 m Höhe mit spektakulärem Blick auf die Südküste. Der erste Abschnitt führt durch Wolfsmilch- und Kaktuszone (typische trockene, exotische Flora des Südens). Beim Aufstieg ändert sich die Landschaft radikal: Drachenbäume, Wacholder, Palmen, Weiden erscheinen. Die Feuchtigkeit steigt. Auf halbem Weg passiert man den Bailadero de las Brujas - einen heiligen Ort der Guanchen, an dem sie Zeremonien, festliche Versammlungen abhielten und ihre Götter um Wasser und Weiden baten. Gruselig und faszinierend. Weiter vorn zeigen alte Atarjeas (Wasserkanäle von über 400 Jahren), wie das permanente Wasser der Schlucht genutzt wurde. In den Wänden befinden sich Höhlen, die von den Guanchen bewohnt wurden - Felsritzungen, Werkzeuge und eine über 1.600 Jahre alte Mumie wurden gefunden (jetzt im Museo de Naturaleza y Arqueología in Santa Cruz). Nach La Cogedera (Rastplatz vor dem engeren Endabschnitt zwischen hohen Wänden) führt der Weg in ein feuchtes, dschungelartiges Mikroklima. Und am Ende: der fast 200 Meter hohe Wasserfall - der höchste Teneriffas. Je nach Jahreszeit fällt er stärker oder schwächer, aber die Felswände sind immer spektakulär. Baden ist nicht erlaubt. Der Zugang ist auf 300 Personen/Tag begrenzt, um das Ökosystem zu schützen - ONLINE-BUCHUNG PFLICHT. Die Plätze sind schnell ausgebucht, besonders in der Hochsaison: mehrere Tage im Voraus buchen.

Wegbeschreibung
Praktische Infos
Besuchsdauer3-3,5 Std. hin/zurück. Mit Pausen: 4 Std.
Beste BesuchszeitGanzjährig. Winter/Frühling: Wasserfall mit mehr Wasser (Regen), angenehmere Temperaturen. Sommer: sehr heiß (viel Wasser, Mütze, Sonnenschutz mitbringen). Erste Morgenstunde immer am besten (weniger Hitze, weniger Leute). Sehr heiße Tage meiden.
PaareAlleinreisendeFamilienNaturFotografie
Anfahrt
Mit dem Auto

TF-1 → Ausfahrt 79 (von Osten) oder 81 (von Westen) → Dorf Adeje (NICHT die Küsten-Hotelzone). Hinauf bis Calle de los Molinos, 46. ACHTUNG: Dorfstraßen sind eng.

Mit Bus / ÖPNV

TITSA Linien 416, 417 oder 473 bis Adeje Dorf (Haltestelle Avda. Constitución oder Correos). Dann ca. 8-10 Min bergauf zum Wandereinstieg.

Mit dem Bus hierher
Parken

Parkplatz nahe Casa Fuerte (Calle Tagoror, zwischen Casa Fuerte und Parroquia de Santa Úrsula). Nicht kostenlos, aber auch nicht teuer. Begrenzt - FRÜH kommen. Vom Parkplatz: 8 Min bergauf über die Calle de los Molinos zum Eingang. Die Dorfstraßen von Adeje sind eng, langsam fahren.

Zum Parkplatz navigieren
Lokaler Tipp

WICHTIGE TIPPS:

1. TAGE IM VORAUS BUCHEN auf barrancodelinfierno.es. Ohne Buchung = kein Einlass. In der Hochsaison schnell ausgebucht. Der wichtigste Punkt dieser Seite.

2. SCHUHWERK: wird am Eingang kontrolliert. Flip-Flops, Strandsandalen = SIE KOMMEN NICHT DURCH. Mindestens geschlossene Sportschuhe, idealerweise Wanderschuhe. Das Gelände ist steinig und rutschig.

3. HELM PFLICHT: wird am Eingang kostenlos ausgegeben. Die GESAMTE Strecke tragen, auch wenn es heiß ist. Es besteht echte Steinschlaggefahr (die Schlucht war 2010-2015 nach tödlichen Unfällen geschlossen). Das ist kein Scherz.

4. WASSER UND SONNE: mindestens 1 Liter pro Person mitbringen, im Sommer mehr. Der erste Abschnitt hat keinen Schatten. Mütze, Sonnenschutz. Die Hitze des Südens ist spürbar.

5. ERSTE STUNDE: den ersten verfügbaren Slot nehmen (8:30). Weniger Hitze, weniger Leute, besseres Erlebnis. Auf dem Rückweg steigt die Temperatur.

6. LA COGEDERA: Rastpunkt nach ca. 2/3 der Strecke. Hier rasten, etwas essen, trinken. Nach diesem Punkt wird der Weg zwischen hohen Wänden enger - der spektakulärste Teil, aber auch der, wo man am vorsichtigsten sein muss.

7. DER WASSERFALL: die Belohnung am Ende. 200 m Fallhöhe zwischen Felswänden. Im Winter/Frühling fällt er stärker. Im Sommer kann es ein Rinnsal sein, aber die Landschaft ist trotzdem beeindruckend. Baden nicht erlaubt.

8. BAILADERO DE LAS BRUJAS: auf halbem Weg. Heilige Stätte der Guanchen. Die Infotafeln erzählen die Geschichte - nicht auslassen.

9. KINDER: unter 5 Jahren verboten. Von 5 bis 16 in Begleitung eines Erwachsenen. Die Route ist für Kinder mit etwas Wandererfahrung geeignet - nicht schwer, aber 6,5 km.

10. DORF ADEJE: wenn Sie fertig sind, nutzen Sie die Gelegenheit für einen Spaziergang durch das Dorf Adeje. Casa Fuerte (Festung aus dem 16. Jh.), Iglesia de Santa Úrsula, charmante Gassen. Schöner Kontrast zur Hotelzone unten.

11. PERFEKTE KOMBINATION: Barranco del Infierno morgens (erste Stunde) → Mittagessen im Dorf Adeje → nachmittags runter zu Playa del Duque oder La Caleta.

Geschichte

Der Barranco del Infierno wurde über 7 Millionen Jahre durch die Erosion des Wassers im Macizo de Teno geformt. Die Guanchen bewohnten seine Höhlen - Hunderte von Höhlen mit Felsritzungen, Werkzeuge der Ureinwohner und eine über 1.600 Jahre alte Mumie wurden gefunden (im Museo de Naturaleza y Arqueología in Santa Cruz aufbewahrt). Der Bailadero de las Brujas war ein heiliger Ort, an dem sie Tänze, festliche Versammlungen und Rituale abhielten, bei denen sie ihre Gottheiten um Wasser und Weiden baten. Der Name 'Infierno' (Hölle) kommt vom schroffen Charakter der Schlucht. Laut Guanchen-Legende befand sich hier Nautemio, ein Eingang zur Hölle, Schauplatz der tragischen Liebesgeschichte zwischen Iora, Xampó und Saute - ein Liebesdreieck, das damit endete, dass Xampó in den Abgrund gestürzt wurde und als rächender Riese zurückkehrte. Die Wasservorkommen bestimmten die Besiedlung von Adeje - die Atarjeas (Kanäle) der Schlucht sind über 400 Jahre alt. Die Schlucht war von 2010 bis 2015 nach tödlichen Unfällen für die Öffentlichkeit gesperrt; sie wurde mit Sicherheitsmaßnahmen wiedereröffnet (Helmpflicht, Besucherlimit).

Empfohlene Route

Ersten Slot buchen (8:30) → früh da sein zum Parken → Besucherzentrum (Helm, Info) → erster Abschnitt mit Küstenblick → Bailadero de las Brujas → alte Wasserkanäle → La Cogedera (Rast) → enger Endabschnitt zwischen Felswänden → WASSERFALL → Rückweg auf dem gleichen Weg → Mittagessen im Dorf Adeje → Nachmittag an Playa del Duque oder La Caleta.

Fotospots
1

Der Große Aussichtspunkt - Panorama der Schlucht und der Südküste

Gran Mirador - 30-45 Min vom Start. Canyon-Panorama mit Südküste und Ozean. Morgens bei gutem Licht.

2

Der 200-m-Wasserfall am Ende des Weges

Wasserfall am Ende - 200m zwischen Felswänden. Im Winter/Frühling mehr Wasser. Person im Vordergrund für Maßstab.

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