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Dörfer und Städtchen

La Orotava - Historisches Zentrum

Das schönste historische Zentrum der Insel. Kolonialpaläste, geheimnisvolle Freimaurergärten und vulkanische Sandteppiche vom Teide.

La Orotava ist eine Reise durch die Zeit. Kopfsteingepflasterte Straßen mit herrschaftlichen Residenzen und geschnitzten Holzbalkonen führen zu versteckten Gärten und geheimnisvollen Plätzen. Holzbalkone waren das ausschließliche Privileg der reichsten Familien: Holz war ein so seltenes und teures Baumaterial, dass es sich nur der Adel leisten konnte. Das spektakulärste Beispiel ist die Casa de los Balcones von 1632: eine reich verzierte Fassade, ein blühender Innenhof und ein Museum für traditionelles kanarisches Kunsthandwerk mit Laden.

Zentrum des Rundgangs ist die Plaza del Ayuntamiento mit dem neoklassizistischen Rathaus. Hinter dem Rathaus verbirgt sich der Hijuela del Botánico: ein intimer botanischer Garten mit 3000 exotischen Pflanzenarten und Drachenbäumen. Weiter oben, über steile Treppen, die Victoria-Gärten (Jardines de la Quinta Roja, 4000 m²) mit Brunnen und Terrassen mit Blick auf den Atlantik und den Teide. An der Spitze der Gärten steht ein leeres weißes Marmormausoleum.

Die Geschichte des Mausoleums ist die dramatischste Erzählung La Orotavas. Diego Ponte del Castillo, 8. Marquis von Quinta Roja, war Freimaurer in den Logen Teide und Taoro. Als er starb, verweigerte die Kirche ihm ein christliches Begräbnis. Seine Mutter Sebastiana beauftragte den Architekten Adolphe Coquet mit dem Bau eines Mausoleums aus weißem Marmor aus Lyon: 8 korinthische Säulen, der Buchstabe Omega an der Tür, 7 Terrassen als Symbol für den Weg von der Geburt zur Erleuchtung (1883). Als die Kirche nach der Revolution von 1868 ihre Meinung änderte, wurde er in der Familiengruft beigesetzt. Das Mausoleum steht bis heute leer.

Die Kirche Nuestra Señora de la Concepción ist das beste Beispiel barocker Architektur auf den gesamten Kanarischen Inseln (Kulturgut seit 1948). Die Tradition der Blumenteppiche zu Fronleichnam reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seit 1913 wird auf der Plaza del Ayuntamiento ein großes Bild aus vulkanischem Sand vom Teide geschaffen (870 m², Guinness-Rekord 2007). Das Museo de las Alfombras neben der Casa de los Balcones dokumentiert Geschichte und Technik dieser Teppiche.

Wegbeschreibung
Praktische Infos
Besuchsdauer2-4 Stunden
Beste BesuchszeitMorgens oder zu Fronleichnam (Mai/Juni)
PaareFotografieKulturAlleinreisende
Anfahrt
Mit dem Auto

TF-5 Ausfahrt 33 'Centro Urbano', 10 Min. von Puerto de la Cruz.

Mit Bus / ÖPNV

TITSA-Linien 350, 351, 352.

Mit dem Bus hierher
Parken

Parking Orotava Centro, C. Inocencio García 5, ~€2,10/Std. GPS: 28.3900, -16.5225.

Zum Parkplatz navigieren
Lokaler Tipp

Gehe in den ersten Stock des Rathauses: Vom Balkon aus siehst du den gesamten Platz. Im Juni ist es der einzige Punkt, von dem aus du den monumentalen Teide-Sandteppich vollständig fotografieren kannst. Der Hijuela del Botánico schließt mittags: Komm früh.

Die meisten Touristen bleiben vor der Casa de los Balcones stehen, aber geh hinein: der blühende Innenhof, das Museum und der Handwerksladen lohnen sich. Suche auch das Museo de las Alfombras nebenan, wo Technik und Symbolik der Teppiche erklärt werden.

Dann weiter durch die Calle San Agustín zu den Victoria-Gärten: das leere Mausoleum an der Spitze und das Panorama Atlantik + Teide. Der Abstieg über Bar Fariña zur Plaza de la Constitución schließt die Route perfekt ab.

Geschichte

La Orotava wurde 1502 nach der Eroberung Teneriffas gegründet. Die Guanchen nannten das Tal 'Arautaba'. Es wurde zum Zentrum des Adels: Die Familien Monteverde und Ponte del Castillo bauten Paläste mit geschnitzten Holzbalkonen. Die dramatischste Geschichte: Der 8. Marquis von Quinta Roja, Diego Ponte del Castillo (Freimaurer, Logen Teide und Taoro), starb und die Kirche verweigerte ihm ein christliches Begräbnis. Seine Mutter Sebastiana beauftragte den Architekten Adolphe Coquet mit dem Bau eines Mausoleums aus weißem Lyoner Marmor: 8 korinthische Säulen, der Buchstabe Omega über der Tür, 7 Terrassen symbolisieren den Weg von der Geburt zur Erleuchtung (1883). Nach der Revolution von 1868 wurde er in der Familiengruft beerdigt: das Mausoleum steht bis heute leer. Kirche Concepción: Kulturgut seit 1948, das beste Beispiel barocker Architektur auf den Kanarischen Inseln. Die Tradition der Blumenteppiche reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das Museo de las Alfombras neben der Casa de los Balcones dokumentiert diese Tradition. Seit 1913 das große Bild aus vulkanischem Sand auf der Plaza del Ayuntamiento (870 m², Guinness-Rekord 2007).

Empfohlene Route

Parking Orotava Centro → Plaza del Ayuntamiento (in den 1. Stock Balkon gehen) → Hijuela del Botánico (Drachenbaum) → C. San Agustín zu den Victoria-Gärten (Mausoleum) → hinunter über C. Calvario (Bar Fariña) → Plaza de la Constitución → zurück zum Parkplatz.

Fotospots
1

Rathausbalkon

Rathausbalkon (1. Etage) - Blick auf den gesamten Platz. Zu Fronleichnam der einzige Ort, von dem aus der vollständige Sandteppich eingefangen werden kann.

2

Victoria-Gärten - Gipfel

Oberer Teil der Victoria-Gärten - Panorama über Dächer, Atlantik und Teide. Morgens am schönsten.

3

Hijuela del Botánico

Hijuela del Botánico - Drachenbaum unter exotischen Pflanzen. Sanftes Licht den ganzen Tag.

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