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La Ranilla - Street-Art- & Fischerviertel 1La Ranilla - Street-Art- & Fischerviertel 2
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Sehenswürdigkeiten

La Ranilla - Street-Art- & Fischerviertel

Das älteste und farbenfroheste Viertel von Puerto de la Cruz: ehemaliges Fischerdorf, heute Freiluft-Street-Art-Museum mit 17+ Wandgemälden internationaler Künstler (seit 2014), Häuser mit Familienspitznamen der Künstlerin Juliana Serrano und das beste Restaurant- und Tapas-Viertel der Stadt. Gratis 24h.

La Ranilla ist die Seele von Puerto de la Cruz. Dieses bescheidene Fischerviertel, das älteste der Stadt (besiedelt seit 1506), erstreckt sich von der Plaza del Charco bis zum Peñón del Fraile. Jahrhundertelang lebten hier Fischer und Seeleute, während die Kaufleute die herrschaftlichen Häuser an der Plaza del Charco bewohnten. Der Name geht angeblich auf den Soldaten Ruiz Ranilla zurück, den ersten Siedler, obwohl Historiker noch immer fragen: 'Wahrheit oder Legende?'

2014 füllte das Projekt Puerto Street Art die Brandmauern des Viertels mit monumentalen Wandgemälden von Weltkünstlern: Roa (Belgien), Martín Ron (Argentinien, Top 10 der Muralisten weltweit), Pichi & Avo (Valencia), Belin, Víctor Ash, Dulk, Sabotaje al Montaje und andere. 17 Werke verwandelten das Viertel in eine Freiluftgalerie. Die Inspiration war bereits vorhanden: ein Steinmosaik aus den 1960er Jahren an einer Mauer nahe der Plaza del Charco mit freimaurerischer Symbolik, das einzige seiner Art auf den Kanarischen Inseln. 2016 ging das Projekt über La Ranilla hinaus: Der französische Künstler OakOak platzierte falsche Zebrastreifen und Seelöwen auf Kanaldeckeln bei der Playa Martiánez. Die Wandgemälde sind nicht ewig: Sonne und Salzluft lassen die Farben verblassen, aber jedes Jahr im Mai beim Festival Mueca entstehen neue.

Die schönsten Details gehören jedoch der lokalen Künstlerin Juliana Serrano: Fotografin, Tätowiererin und Muralista aus La Ranilla selbst. Sie malt seit Generationen weitergegebene Familienspitznamen auf Hausfassaden: 'Los Ratones' (die Mäuse, ihre eigene Familie in der C. Mequinez 68), 'El Bizcochito' (das Biskuit), 'El Cojo corre corre' (der hinkende Läufer), 'La Pastora', 'Los Pelenques', 'La Marinera'... 2025 fügte sie vier weitere beim Festival Mueca und Festival Periplo hinzu. Heute sind es über fünfzehn. Jede kleine Figur erzählt Jahrhunderte einer Familiengeschichte.

Und abends verwandelt sich die Calle Mequinez: Tische auf der Straße, Kerzen, kreative Tapas, Pintxos, kanarischer Wein. La Ranilla vereint heute die Hälfte der besten Restaurants von Puerto de la Cruz. Alles kostenlos, alles authentisch, rund um die Uhr geöffnet.

Wegbeschreibung
Praktische Infos
Besuchsdauer1-3 Stunden (nur Wandgemälde ~1 Std., mit Restaurants und Läden 2-3 Std.)
Beste BesuchszeitSpätnachmittag: Das goldene Licht ist perfekt zum Fotografieren der Wandgemälde, und ab 19:00 Uhr füllen sich die Restaurantterrassen mit Ambiente. Im Mai: Festival Mueca (Straßenkunst). Die Wandgemälde sind vergänglich - Sonne und Salz lassen sie verblassen, aber jedes Jahr kommen neue hinzu.
PaareAlleinreisendeFotografieFamilien
Anfahrt
Mit dem Auto

Fußgängerzone - mit dem Auto nicht erreichbar. Nächster Parkplatz: Explanada del Muelle (gratis, neben Playa Jardín) oder Straßen beim Castillo de San Felipe.

Mit Bus / ÖPNV

TITSA 30, 102, 103, 104 bis Plaza del Charco.

Mit dem Bus hierher
Parken

An der Explanada del Muelle parken (gratis, neben Playa Jardín) und zu Fuß ins Viertel gehen. Im Sommer früh kommen. Alternative: Parkplatz Loro Parque und zu Fuß bergab.

Zum Parkplatz navigieren
Lokaler Tipp

Such nicht nur die großen Wandgemälde: Jage die kleinen Familienspitznamen von Juliana Serrano an den Fassaden. Beginne bei C. Mequinez 68 (die Maus: ihre eigene Familie, Los Ratones). Suche den Kabeljau, den Delfin, den Lastwagen, den Hammer, das Boot. Jeder Spitzname erzählt die Geschichte einer Familie. Hol die kostenlose Wandgemälde-Karte im Touristenbüro der Casa de la Aduana (am Hafen) oder scanne die QR-Codes an den Hinweistafeln.

Der perfekte Spaziergang: Plaza del Charco → La Ranilla (Wandgemälde + Tapas) → Playa Jardín zum Sonnenuntergang. Alles kostenlos. Am Ende der Street-Art-Route suche das Steinmosaik aus den 1960er Jahren bei der Plaza del Charco mit freimaurerischer Symbolik: das einzige seiner Art auf den Kanaren und die Inspiration für das gesamte Projekt.

Im Mai: Festival Mueca (7.-10. Mai 2026) füllt La Ranilla mit Zirkus, Theater und Musik. Dann malt Juliana Serrano live neue Spitznamen. Das goldene Nachmittagslicht ist perfekt für Wandgemälde-Fotos, ab 19:00 Uhr sind die Restaurantterrassen voller Atmosphäre.

Geschichte

La Ranilla ist das älteste Viertel von Puerto de la Cruz. Die Besiedlung begann 1506 rund um den Hafen, und jahrhundertelang war es ein bescheidenes Viertel von Fischern und Seeleuten. Der Name stammt angeblich vom Soldaten Ruiz Ranilla, dem ersten Siedler - wobei Historiker dies bezweifeln ('Wahrheit oder Legende?', heißt es in offiziellen Quellen). Historisch war es die arme Gegend der Stadt - während das Bürgertum an der Plaza del Charco lebte, bewohnten die Fischer diese bescheidenen einstöckigen Häuser. 1804-1805 gab es eine Grundschule für Fischerkinder, finanziert von der Fischerzunft aus den Heuern. Die ersten Straßenzüge datieren vom Anfang des 18. Jahrhunderts. 2014 startete der Consorcio de Rehabilitación Urbana das Projekt Puerto Street Art im Rahmen des Festival Mueca und verwandelte leere Brandmauern in ein Freiluftmuseum mit internationalen Künstlern. Heute verbindet La Ranilla seine Fischeridentität mit urbaner Kunst und einer gastronomischen Explosion, die es zum lebendigsten Viertel von Puerto de la Cruz gemacht hat.

Empfohlene Route

Plaza del Charco → über C. San Felipe einbiegen → C. Mequinez (Wandgemälde + Spitznamen + Kunsthandwerksläden) → C. Puerto Viejo (Belin-Wandgemälde) → zurück über C. El Lomo (3ttman-Wandgemälde) → Tapas bei Olea Pintxos Bar oder Abendessen bei Tasca Ihüey → weiter zur Playa Jardín für den Sonnenuntergang.

Fotospots
1

Wandgemälde von Martín Ron in C. José de Arroyo

Das spektakulärste Wandgemälde des Viertels: die riesige bionische Hand mit Kanarienvögeln von Martín Ron (Top 10 der Wandkünstler weltweit). Calle José de Arroyo, 6. Am besten bei Nachmittagslicht.

2

Bunte Fassaden mit Spitznamen von Juliana Serrano in C. Mequinez

Spazier durch die Calle Mequinez und such Juliana Serranos Familienspitznamen an den Fassaden - die bunten kleinen Häuser mit gemalten Figürchen (Maus, Biskuit, Hirtin...) sind das perfekte Instagram-Motiv von Puerto de la Cruz. Jede einzelne erzählt eine Familiengeschichte über Generationen hinweg.

Essen in der Nähe

Restaurante El Bajio

Kanarische Kueche - Meeresfruechte - Reis

4.3 - 2327 Bewertungen - 10-20 EUR

13:00-22:00 (donnerstags geschlossen)

Liebling der Einheimischen - in der Calle Mequinez, im Herzen von La Ranilla. Frischer Arroz Negro, Calamares, Paella und Tagesfisch zu sehr guten Preisen. Taeglich voll mit Kanariern - das beste Qualitaetszeichen.

Arroz negroCalamares a la planchaPaellaFrischer TagesfischPapas arrugadas
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Don Camilo Pizzeria Restaurante

Italienische Kueche - Pizza - Pasta

4.0 - 3053 Bewertungen - 10-20 EUR

12:00-23:00 (taeglich)

Seit ueber 10 Jahren in der Calle Mequinez. Handgemachte Pizza aus dem Holzofen, taeglich frischer Teig, einige Zutaten direkt aus Italien importiert. Ruhige Terrasse abseits - ideal nach einem Spaziergang durch La Ranillas Wandbilder.

Pizza aus dem HolzofenPasta mit HausseFocacciaPasta mit Meeresfruechten
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